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Unterzeichne jetzt die Petitionen!

ePetition des deutschen Bundestages:

Petition von Johannes Scheller

auf change.org:

Petition von Malte Götz

Demonstranten bei der Jahreshauptversammlung der Telekom am 16.05.13 in Köln (CC BY-NC-SA 2.0 netzpolitik.org)

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

CC BY-NC-SA 2.0 netzpolitik.org


Kontakt & Social Media

Unsere Forderungen:

An die Telekom:

  • Die Telekom muss komplett von ihren Drosselungs-Plänen abrücken!


An die Politik:

  • Netzneutralität muss gesetzlich festgeschrieben und durch die Aufsichtsbehörden
durchgesetzt werden. Aufsichtsbehörden müssen dementsprechend auch finanziell ausgestattet werden.*
  • Jeder Mensch muss ein Anrecht auf einen Breitband-Internetzugang haben.
Dieses Recht muss gesetzlich verankert werden, um der digitalen Spaltung unserer Gesellschaft entgegenzuwirken.
  • Wo Flatrate draufsteht, muss auch Flatrate drinstecken!*


* Dies gilt für alle Internetzugänge, also Festnetz, Mobilfunk und Satellit.

Drosselung & Netzneutralität

Die Drosselung wirkt sich an zwei Stellen aus: beim Endnutzer und bei den Anbietern von Internetdiensten.

Die Endnutzer-Drossel:

Seit dem 2. Mai steht fest: Wenn Telekom-Kunden beim Surfen eine bestimmte
Datenmenge im Monat verbraucht haben, wird die Surfgeschwindigkeit zukünftig
für den Rest des Monats stark gedrosselt; und zwar um mindestens 97,6% der
ursprünglichen Bandbreite! Der Aufbau von www.telekom.de dauert dann beispielsweise
fast zwei Minuten. Die Drossel macht dann auch das Betrachten von YouTube- oder
anderen Videos nahezu unmöglich.
Hier soll also auf ein System der Preisdifferenzierung umgestiegen werden,
und Menschen, insbesondere Familien, mit wenig Einkommen droht, dass sie aus
finanziellen Zwängen heraus von der Teilhabe am Internet teils ausgeschlossen werden.


Die Diensteanbieter-Drossel:

Die Telekom möchte dieses Verfahren auch nur auf Dienste anderer Anbieter anwenden.
Die telekomeigenen Dienste wie "Entertain" oder "WLAN 2 GO" sind von der
Drosselung nicht betroffen. Sowohl der Endnutzer, als auch der Anbieter werden
für größere Bandbreite zur Kasse gebeten. Diese Praxis ist von der Telekom
bereits angekündigt worden[1]. Das verletzt den Grundsatz der Netzneutralität,
der vorsieht, dass jedes Datenpaket unabhängig von Sender, Empfänger und Inhalt
bestmöglichst transportiert wird. Das betrifft auch viele Medieninhalte wie
Verlagsseiten, Mediatheken und unsere Blogs, unsere Podcasts und unsere Start-Ups.


[1] "Wir sind offen für Gespräche mit diesen Anbietern, um ihre Angebote in
Entertain zu integrieren oder neue Kooperationsmodelle zu finden. Einen Teil
dieser Erlöse würden wir dann in den Netzausbau investieren können.
Dann ist es auch denkbar, dass die Sendungen nicht das Datenvolumen der
Nutzer verbrauchen. Im Mobilfunk machen wir das bereits mit dem
Musik-Streamingdienst Spotify. So etwas wäre sowohl mit Marktgrößen wie
Youtube als auch mit Newcomern möglich” - Niek Jan van Damme (DIE WELT, 2013)


Jetzt handeln

Die Sonderstellung der Deutschen Telekom ergibt sich durch die einstige Monopolstellung
der Post und eine schlechte Privatisierung, die der Telekom ein flächendeckendes
Angebot ermöglicht. Aus diesem Grund können viele Menschen nicht einfach zu einem
anderen Internetanbieter wechseln, weil die Telekom in vielen Gegenden Deutschlands
der einzig verfügbare Anbieter ist.


Bündnis für Netzneutralität und gegen digitale Diskriminierung:


Wer auch Bündnispartner sein will, dem steht es natürlich frei, sich hier kurzerhand einfach selbst einzutragen: http://openetherpad.org/Drosselkom-Bund